EFT Klopftechnik gegen Stress und Angst – eine Anleitung

Bei EFT (Emotional Freedom Techniques) handelt es sich um eine Klopf-Akupressur zur Bewältigung von negativen Emotionen. Man stimuliert bestimmte Meridian-Punkte, indem man diese mit den Fingern leicht abklopft. Das nennt man auch Tapping.

Die EFT-Technik basiert auf der Annahme, dass negative Emotionen an energetische Felder im Körper gekoppelt sind. Gelingt es nun mit Hilfe von Stimulation der Meridian-Punkte diese Verbindung zu lösen, verschwinden auch die negativen Emotionen.

Ich finde es jedes Mal auf’s Neue erstaunlich, wie unglaublich schnell EFT wirkt und wie sich selbst hohe Gefühlswogen durch diese Technik spürbar schnell wieder glätten lassen. Mir hilft EFT am meisten, wenn ich durch eine Situation überrumpelt werde und für den Moment ein schnelles „Cool down“ benötige, wie zum Beispiel nach einem Streitgespräch.

Du kannst EFT für jede belastende Emotion benutzen, die in dir auftaucht. Solche Emotionen können sein: Wut, Angst, Trauer, Verzweiflung, Hass, Leid, Scham, Schuldgefühl, Neid oder Enttäuschung.

Probiere es einmal aus, am besten jetzt gleich, sozusagen als Trockenübung, sodass du den Ablauf schon kennst, wenn du ihn in einer akuten Situation benötigst. Der Ablauf mag auf den ersten Blick kompliziert aussehen. Das ist er aber gar nicht. Hast du es einmal mit Anleitung gemacht, kannst du es danach auch schon ohne!

Wie es genau funktioniert, erkläre ich dir in dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung:

Deine Emotion in Worte fassen

Fasse dein Thema in einem Satz zusammen. Benenne das negative Gefühl ganz bewusst eindeutig und klar, zum Beispiel „Ich bin wütend auf XY.“ oder „Ich habe Angst vor dem Zahnarzt.“.

Einschätzung deiner Belastung

Ordne in einer Skala von 0 (keine Belastung) bis 10 (größtmögliche Belastung) die Belastung ein, die dieses Gefühl in dir auslöst. Bitte merke dir deine Einschätzung, denn du wirst später deinen emotionalen Zustand wieder mit diesem Wert vergleichen.

Nun folgt ein Ablauf (Punkt 1 bis Punkt 4), den du mehrere Male durchläufst. Und zwar so lange, bis du deine emotionale Belastung mit 0 bewerten kannst:

1. Klopfen der Handkante

Spüre in dich hinein und gehe tief in dein belastendes Gefühl hinein, in deine Wut, in deiner Angst, in welches belastende Gefühl auch immer.

Du änderst nun die Formulierung deines Satzes in “Auch wenn ich [negative Emotion] spüre, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.”.

In unseren Beispielen würde das dann so aussehen: “Auch wenn ich wütend auf XY bin, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.” oder „Auch wenn ich Angst vor dem Zahnarzt habe, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.”

Wenn du ein Problem mit der Formulierung „… liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin“ hast, kannst du diese auch abwandeln, zum Beispiel in „… bin ich vollkommen in Ordnung so, wie ich bin.“. Wichtig ist, dass du den Satz wirklich laut ausspricht und nicht nur denkst.

Diesen Satz sprichst du nun drei mal hintereinander, während du mit der einen Hand den Karatepunkt deiner anderen Hand klopfst. Der Karatepunkt befindet sich an der Handkante, etwa in der Mitte zwischen Handgelenk und Ansatz des kleinen Fingers. Ich habe dir die Stelle auch in der folgenden Abbildung der EFT-Klopfpunkte markiert.

Klopfen tust du generell mit nur einem Finger oder mit Zeige- und Mittelfinger gleichzeitig, dabei ist egal, ob du mit der linken Hand die rechte klopfst oder andersrum. Beim nächsten Durchgang nimmst du dann einfach die andere Seite. Auch die Geschwindigkeit des Klopfrhytmus ist nicht wichtig. Das machst du ganz nach deinem Gefühl.

2. Klopfen am Körper

Du konzentrierst dich nun weiter auf deine Emotion und klopfst alle Punkte einer Körperseite nacheinander komplett durch, vom Scheitelpunkt bis unter den Arm. Wo diese Punkte sich genau befinden, siehst du in der nun folgenden Abbildung.

EFT Klopfpunkte

Bleibe auf jedem Punkt ca. 5-10 Klopfzeichen lang. Dabei sagst du bei jedem Punkt nur eine Kurzform deines Satzes, zum Beispiel „Diese Wut!“ / „Ich bin so wütend!“ / „So unglaublich wütend.“ oder „Diese Angst!“ / „Ich habe solche Angst“.

Danach atme tief durch!

3. Gehirnhälften synchronisieren

Nun synchronisierst du deine Gehirnhälften mit ein paar kleinen Übungen. Dabei musst du nicht an dein Problem denken, hier geht es um einen rein körperlichen Prozess.

Halte deinen Kopf gerade und lege eine Hand bequem auf dem Oberschenkel ab. Mit der anderen Hand klopfst du nun den Gamut-Punkt der abgelegten Hand. Wo dieser Punkt genau liegt, siehst du auf dem Bild.

Während du diesen Punkt klopfst, halte deinen Kopf gerade und still und mache dabei Folgendes:

  • Schau von links nach rechts und wieder von rechts nach links. Bewege dabei nicht deinen Kopf! Es bewegen sich immer nur deine Augen!
  • Schau von oben nach unten und wieder von unten nach oben.
  • Bewege deine Augen in einem großen Kreis im Uhrzeigersinn.
  • Bewege deine Augen in einem großen Kreis gegen den Uhrzeigersinn.
  • Summe ein paar Takte eines Liedes, zum Beispiel „Happy birthday to you“.
  • Zähle rückwärts von 10 bis 1.
  • Summe noch einmal ein paar Takte eines Liedes.

Atme tief durch!

4. Deine andere Körperseite

Gehe nun Punkt 1 bis Punkt 3 noch einmal genau so durch. Nimm beim Klopfen aber deine andere Körperseite!

Danach atme noch einmal tief durch und trinke ein Glas stilles Wasser!

Erneute Einschätzung der Belastung

Denke nun noch einmal ganz intensiv an dein Problem. Wie würdest du es jetzt nach der ersten vollständigen Klopf-Runde bewerten? Hat sich etwas gebessert? Wenn du noch keine 0 in deiner Belastungs-Skala vergeben kannst, dann gehe die Punkte 1 bis 4 noch einmal durch und zwar so lange, bis du dein Problem auf 0 (keine Belastung) einordnen kannst.

Wenn Du möchtest, kannst du bei der Wiederholung deinen „Handkanten-Satz“ von Punkt 1 ändern in „Auch wenn ich IMMER NOCH [negative Emotion] spüre, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.”.

Hast du es ausprobiert?

Hast du bemerkt, wie schnell du dich mit EFT selbst beruhigen kannst? Bei mir dauert es immer nur ein paar Minuten bis ich wieder vollkommen ruhig bin. Deshalb gehört EFT zu meinem persönlichen Notfallset. Das Beste daran: Ich habe es immer dabei, denn ich brauche dazu nichts weiter als meine Hände.

Die ky-o App „Motivation & Entspannung“

Die EFT-Klopftechnik ist also wunderbar dafür geeignet, in akuten Situationen schnell Stress oder Angst abzubauen.

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Ich wünsche dir viel Erfolg und Freude auf deiner wunderbaren Lebensreise!

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Weiterführende Artikel:

➡️ Was sind Affirmationen? Warum sind sie verwandt mit der Self-Fulfilling Prophecy und dem Placebo-Effekt?
➡️ Silent Subliminals. Wie sie wirken und wie Du sie für Dich nutzen kannst.
➡️ Erreiche deine Ziele mit der ky-o Mobile App „Motivation & Entspannung“

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Text: Tanja
Beitragsfoto: Christian Newman / Unsplash

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Ich bin Tanja, Gründerin von kyō.
Seit fast 20 Jahren orientiere ich mich am Buddhismus, meditiere regelmäßig und besuche Retreats.

Ich glaube daran, dass Glück dann entsteht, wenn Du Ja sagst zu Dir selbst. Das Leben ist ein fortwährender Entwicklungsprozess, und ich möchte Dir auf dieser Webseite Ideen, Konzepte und Produkte vorstellen, die mir auf meinem Weg schon geholfen haben.

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