Die Psychologie des Gelingens – Ziele erreichen mit dem WOOP-Modell

von | Dez 8, 2017

Wir alle hatten schon die ein oder anderen (großen) Ziele im Leben.
In unserem Kopf malen wir uns die Erreichung unseres Ziels immer so bunt und schön aus, aber an der Umsetzung in der Realität hapert es erfahrungsgemäß. Es gibt jedoch ein Modell, mit dem es dir leichter fallen kann, deine Ziele umzusetzen.
Das ist das sogenannte WOOP-Modell von der Wissenschaftlerin Gabriele Oettingen. Sie hat diese Methode in ihrem Buch „Die Psychologie des Gelingens“ ausführlich vorgestellt. Im Folgenden erkläre ich dir das Modell etwas vereinfacht dargestellt.

WOOP ist ein Akronym aus vier Begriffen, die jeweils für die einzelnen Schritte der Methode stehen, und zwar:

W = Wish (Wunsch)
O = Outcome (Ergebnis)
O = Obstacle (Hindernis)
P = Plan (Plan)

Das Besondere am WOOP-Modell ist, dass es die Funktionsweise unseres Gehirns optimal ausnutzt.
Die einzelnen Schritte durchläufst du nun wie folgt:

Schritt 1: Wish (Wunsch)

Als erstes solltest du dir einen Wunsch (ein Ziel) überlegen, den du dir gerne erfüllen möchtest.
Für den Start deiner Arbeit mit dem WOOP-Modell nimmst du am besten etwas, das nicht allzu schwer zu erreichen ist. Es sollte also etwas sein, dass du grundsätzlich erreichen kannst und etwas, das dir wichtig ist. Notiere nun deinen konkreten Wunsch auf einen Zettel. Das könnte zum Beispiel das erfolgreiche Bestehen eines Vorstellungsgespräches sein.

Schritt 2: Ergebnis (Outcome)

Jetzt kommen wir zu Schritt 2: Welches Ergebnis möchtest du mit deinem Ziel erreichen? Wie wirst du dich fühlen, wenn dein Ziel erreicht beziehungsweise dein Wunsch erfüllt ist? Male dir nun das bestmögliche Ergebnis in deinem Kopf in allen Details und so anschaulich wie möglich aus. Schreibe dir dein bestmögliches Ergebnis nun ebenfalls auf den Zettel. Um bei meinem Beispiel zu bleiben: Wie würdest du dich fühlen, wenn du dein Vorstellungsgespräch erfolgreich hinter dich gebracht hättest?

Schritt 3: Hindernis (Obstacle)

Überlege dir jetzt ein mögliches Hindernis, das dir auf dem Weg zu deinem Wunsch-Ergebnis begegnen könnte. Was hindert dich daran, dein Ziel zu erreichen?
Suche dir das Hindernis heraus, das dir am größten und schwersten zu überwinden erscheint. Hier musst du sehr aufmerksam sein. Denn manchmal ist es recht schwer, das wirkliche Hindernis zu entdecken. Nimm dir hierfür Zeit und versuche dein Hindernis so gut es geht aufzuspüren und es so konkret wie möglich zu formulieren. Notiere jetzt auch dein Hindernis wieder auf deinem Zettel. Das größte Hindernis bei meinem oben genannten Beispiel ist zum Beispiel, die Angst zu versagen und sich „lächerlich“ zu machen.

Schritt 4: Plan (Plan)

Im 4. Schritt überlege dir nun einen konkreten Plan, für den Fall, dass dein Hindernis auftaucht.
Wie reagierst du, wenn du mit Deinem Hindernis konfrontiert wirst? Was könnte dir in diesem Moment helfen?
Das könnte zum Beispiel ein Satz oder ein Mantra sein, das du dir vorsagst, um dich zu beruhigen. Oder auch eine Handlung, die du ausführst. Wenn dir etwas eingefallen ist, das dir in diesem Moment helfen könnte, bilde einen „Wenn-dann“-Satz.
Dieser könnte in etwa wie folgt lauten:
„Wenn ich die Angst vor dem Vorstellungsgespräch spüre, dann sage ich mir: ‚Du schaffst das schon. Jeder Mensch ist vor so einem Gespräch nervös und aufgeregt, das heißt jedoch nicht, dass du das Gespräch nicht bewältigen kannst. Du kannst das Gespräch auch führen, wenn du Angst hast. Die Angst hindert dich nicht daran. Nach dem ich das Gespräch hinter mir habe, wird es mir richtig gut gehen“. Schreibe deinen Plan nun wieder auf deinen Zettel.

Das war jetzt das komplette WOOP-Modell.
Das Beste an diesem Modell ist, dass es im Unbewussten wirkt. Das heißt, du musst nicht ständig daran denken, den Plan Wenn-dann-Plan umzusetzen, da es nun in deinem Kopf so abgespeichert ist. Wenn dein Hindernis auftaucht, wirst du automatisch einen Plan haben, um damit umzugehen. Dein Unterbewusstsein weiß dies und ist beruhigt. Probiere das WOOP-Modell einfach öfter aus und du wirst schon bald Fortschritte bemerken.

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Text: Christina Grübl
Beitragsfoto: unsplash

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Christina Grübl, geboren 1982, Diplom-Soziologin und freie Journalistin, lebt und arbeitet in München.
Ihr Blog happydings.net steht ganz unter dem Motto „Nimm Dein Glück selbst in die Hand – selbst machen, selbst finden, selbst entdecken!“.

Seit Oktober 2017 schreibt sie auch Blog-Beiträge für kyō und teilt hier ihre Tipps für ein bewussteres und glücklicheres Leben.

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